Archiv für Shockwave

Was sind Soundtoys?

Posted in Soundtoys with tags , , , , , , , on 6 Februar, 2009 by Matthias Krebs

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Soundtoys  sind musikalische Spielzeuge und werden am deutlichsten durch ihre spezifischen Ideen charakterisiert: sie sind atmosphärisch mystifizierte, spielerisch zu entdeckende virtuelle Räume. Nicht nur quantitativ sondern auch in Bezug auf ihre Bekanntheit führen Soundtoys den interaktiven Musikmarkt an. Diese Bekanntheit basiert unter anderem auf ihrer Interaktionsstruktur, die normalerweise auch Nutzer ohne besondere technische und musikalische Kenntnisse befriedigende Ergebnisse erzeugen lässt. Die Herstellung von Soundtoys fixiert sich auf Standard-Autoren-Software wie Flash. Daraus resultiert eine große Begrenztheit: Vernetzungskonzepte, für die sich das Internet anbietet, können musikalisch nicht einbezogen werden. Weitere Einschränkungen der Standardsoftware wirken sich u.a. in visueller Steuerung, in geringen Interaktionsmöglichkeiten und geringer Komplexität aus. Daher fesseln Soundtoys die Aufmerksamkeit meist nur eine kurze Zeit. Einige Beispiele bieten daher gleich mehrere Instanzen einer variierten Interaktionsidee in aufeinander folgenden Stufen an.

Nanoensemble

Posted in Algorithmische Installationen, Soundtoys with tags , , , , , , , , on 26 Januar, 2009 by Matthias Krebs

Autor: Antoine Schmitt | Technik: Shockwave

Die als autonome Installationen zu bezeichnenden Versuchsgruppen stellen geradezu einen Klassiker der Netzmusik dar. Sich elastisch bewegende Teilchen (Röhren, Quader) wurden von der Netzkünstlerin Antoine Schmitt mit Hilfe komplexer algorithmischer Programmierung zu einzelnen charakteristischen – in Anzahl und Anordnung unterschiedlichen – Objekten zusammengefügt. So entstehen abstrakte Formationen aus Ton, Bild und Algorithmen, die sich bei jeder Ausführung anders verhalten. Führt man die Maus über einzelne Elemente, so wird deren Bewegung gebremst und der Klang des Systems wird beeinflusst. Dennoch behalten die Installationen im Gegensatz zum Instrument ihren eigenständigen Charakter. Etwas Poetisch ausgedrückt: Eine autonome Existenz im Netz, die man sich kaum aneignen und nicht benutzen kann – man kann sie besuchen wie einen physischen Raum.

Angular Entropy

Posted in Soundtoys with tags , , , , , , , , on 4 Januar, 2009 by Matthias Krebs

Autor: u.a. Jean-Luc Lamarque | Technik: Flash, Shockwave

Angular Entropy ist ein virtuelles Multimediainstrument, eine audio-visuelle Collage. Die Tastatur ist in drei Abschnitte unterteilt. Jeder Buchstabe auf der Tastatur löst ein Sample aus, die durch mehrfaches Drücken der Taste auch wieder gestoppt werden können. Gleichzeitig wird an der Position des angular-entropy1Mauscursor eine grafische Figur eingeblendet. Die Pfeiltasten der Tastatur geben die Möglichkeit in das entstehende grafische Bild hinein zu zoomen und der Ziffernblock färbt die grafischen Gebilde ein. Auf diese Weise ist auch eine visuelle Gestaltung möglich. Alle Tastenkombinationen sind möglich und es entsteht leicht eine wilde Klangcollage. Mit Drücken der Leertaste ist die Performance beendet und der Nutzer gelangt in ein Menü, in dem er seine Performance per E-Mail versenden kann. Außerdem wird seine Performance einem Archiv beigefügt.