Archiv für Sequenzer

Bacardi DJ ’06

Posted in Audio-Live-Tools with tags , , , , on 30 Juli, 2008 by Matthias Krebs

Autor unbekannt | Technik: Flash

Der Bacardi DJ ist ein sample-basierter Sequenzer. Zu Beginn ist der Benutzer dazu aufgefordert, sich zwischen 5 populären Musikstilen zu entscheiden (DrumNBass, Funky House, HipHop etc.). Auf der rechten Seite befindet sich eine sortierte Sample-Liste (Drums, Bass, Vocals etc.), aus der mit der Maus das gewünschte Sample in eine der 8 Spuren im Mixer links gezogen werden. Im Mixer werden die Sample-Namen angezeigt und können Lautstärke und die Klangplazierung (Panning) eingestellt werden. Mittig befindet sich das Projektfenster, in welchem mit der Maus die Einsätze der jeweiligen Samples markiert werden (gelbe Quader). Fertige Tracks können schließlich als MP3 herunter geladen werden.

Mit wenigen Klicks können (musikalische) Laien eine typische Interpretation im vorher festgelegten Stil herstellen. Die einzelnen Samples sind jedoch recht lang, so dass der eigenen kreativen Gestaltung starke Grenzen gesetzt werden. Die verfügbaren Samples sind in sich abgeschlossen gestaltet und es gibt nur 8 Spuren, die jeweils nur mit einem Sample bestückt werden können, also gerade für simple Instrumenteneinsätze ausreichen und nicht für das Gestalten mit verschiedensten Patterns. Alles in Allem eignet sich diese technisch sehr interessante Anwendung kaum für wirklich kreative musikalische Ansprüche.

VisualPlayer

Posted in Soundtoys with tags , , , , , , , , on 30 Juli, 2008 by Matthias Krebs
Autor: Kenji Yasakas | Technik: Java

Umsetzung graphischer Logik in akustische Logik. Ein kontinuierlich laufender Cursor durchläuft ein Feld von 16×16 Kästchen. Interessant ist, dass der achtstufige Cursor sich nach jeweils 16 Schritten um 90Grad verdreht und dabei jedesmal die Interpretation von aufeinander folgenden und gleichzeitig klingenden Tönen gegeneinander austauscht. Eine Melodie entstehen zu lassen, ist entsprechend eine spannende Herausforderung an das logische Denken.
Bemerkenswert ist weiterhin ein Aspekt der Art und Weise, wie der VisualPlayer genutzt wird. Mit der Möglichkeit, das entstandene Muster auf dem Internet-Server zu speichern, so dass sich andere Benutzer die Grafiken ansehen und die zugehörigen Klangmuster anhören konnten (leider wird das Projekt in dieser Hinsicht nicht mehr unterstützt), lässt sich folgendes ableiten: Die abgelegten Kompositionsversuche zeigen meist graphisch inspirierte Kreationen – das visuelle Eingabeformat verleitet offenbar dazu, Muster (allein) mit dem Auge zu gestalten um dann zu hören, wie sich graphische Logik in klangliche Logik übersetzt. Daraus entstehen meist weniger strukturell interessante als vielmehr verblüffende Ergebnisse: Aus regelmäßigen grafischen Mustern werden in oft kakophonische Gewitter mit nur noch schwach erkennbaren Konturen übersetzt. Diese Beobachtung kann auf eine Vielzahl an Musikanwendungen mit ähnlicher Notationsweise übertragen werden (grid based sequencers).

weitere ähnliche Bsp.: