Archiv für Musizieren

Nanoensemble

Posted in Algorithmische Installationen, Soundtoys with tags , , , , , , , , on 26 Januar, 2009 by Matthias Krebs

Autor: Antoine Schmitt | Technik: Shockwave

Die als autonome Installationen zu bezeichnenden Versuchsgruppen stellen geradezu einen Klassiker der Netzmusik dar. Sich elastisch bewegende Teilchen (Röhren, Quader) wurden von der Netzkünstlerin Antoine Schmitt mit Hilfe komplexer algorithmischer Programmierung zu einzelnen charakteristischen – in Anzahl und Anordnung unterschiedlichen – Objekten zusammengefügt. So entstehen abstrakte Formationen aus Ton, Bild und Algorithmen, die sich bei jeder Ausführung anders verhalten. Führt man die Maus über einzelne Elemente, so wird deren Bewegung gebremst und der Klang des Systems wird beeinflusst. Dennoch behalten die Installationen im Gegensatz zum Instrument ihren eigenständigen Charakter. Etwas Poetisch ausgedrückt: Eine autonome Existenz im Netz, die man sich kaum aneignen und nicht benutzen kann – man kann sie besuchen wie einen physischen Raum.

Angular Entropy

Posted in Soundtoys with tags , , , , , , , , on 4 Januar, 2009 by Matthias Krebs

Autor: u.a. Jean-Luc Lamarque | Technik: Flash, Shockwave

Angular Entropy ist ein virtuelles Multimediainstrument, eine audio-visuelle Collage. Die Tastatur ist in drei Abschnitte unterteilt. Jeder Buchstabe auf der Tastatur löst ein Sample aus, die durch mehrfaches Drücken der Taste auch wieder gestoppt werden können. Gleichzeitig wird an der Position des angular-entropy1Mauscursor eine grafische Figur eingeblendet. Die Pfeiltasten der Tastatur geben die Möglichkeit in das entstehende grafische Bild hinein zu zoomen und der Ziffernblock färbt die grafischen Gebilde ein. Auf diese Weise ist auch eine visuelle Gestaltung möglich. Alle Tastenkombinationen sind möglich und es entsteht leicht eine wilde Klangcollage. Mit Drücken der Leertaste ist die Performance beendet und der Nutzer gelangt in ein Menü, in dem er seine Performance per E-Mail versenden kann. Außerdem wird seine Performance einem Archiv beigefügt.

Eternal Network Music

Posted in Hyperinstrumente with tags , , , , , , , , on 5 August, 2008 by Matthias Krebs

Autoren: Chris Brown und John Bischoff; Phil Burk | Technik: JSyn, Java

Die beiden Netz-Instrumente Eternal Music und Aperture nutzen beide das JSyn-Technik von Phil Burk und sind interaktive Installationen der Komponisten Chris Brown und John Bischoff. Bis zu 4 Spieler können den Klang und die Harmonien von den 8 Oszilatoren des Synthesizers durch die Mausbewegung auf einem Spielfeld beeinflussen. Dabei unterscheiden sich die beiden Konzepte in Spielweise (Steuerung), algorithmischer Klangerzeugung und musikalischem Ergebnis stark. Wirklich interessant wird das musikalische Zusammenspiel erst, wenn mehrere Spieler gemeinsam das Instrument bedienen. Eine kurze Anleitung befindet sich unter der Anmeldung zum Netz-Instrument.

WebDrum II

Posted in Hyperinstrumente with tags , , , , , on 30 Juli, 2008 by Matthias Krebs

Autor: Phil Burks | Technik: JSyn

WebDrum II ist ein simpler Sequenzer (monophone Perkussionsinstrumente und Melodieinstrumente), der nicht nur von einer Person allein, sondern auch von mehreren gleichzeitig über das Internet gespielt werden kann. Im Zusammenspiel wird die Kontrolle über die verschiedenen Instrumente geteilt und fremde Noten editiert bzw. das Instrument gelöscht und ein neues erzeugt. Über ein Chatfenster und einen Bewertungsfunktion (N—J) können die Musiker kommunizieren und ihr Stück planen. Alle Teilnehmer hören die selben Klänge.

sonic Sweetshop

Posted in Soundtoys with tags , , , , , , , , on 30 Juli, 2008 by Matthias Krebs

Autor: Jey Malaiperuman | Technik: Java, Flash

Sonic Sweetshop ist ein grafisch orientiertes Interface mit Klängen. Mit der Maus werden Gebilde untersucht und dadurch Aktionen und Klänge ausgelöst, die wiederum weitere Ereignisse provozieren. Durch Interaktion mit dem System gelangt man in immer neue „Welten“ und gelangt dadurch zu immer neuen Formen.

VisualPlayer

Posted in Soundtoys with tags , , , , , , , , on 30 Juli, 2008 by Matthias Krebs
Autor: Kenji Yasakas | Technik: Java

Umsetzung graphischer Logik in akustische Logik. Ein kontinuierlich laufender Cursor durchläuft ein Feld von 16×16 Kästchen. Interessant ist, dass der achtstufige Cursor sich nach jeweils 16 Schritten um 90Grad verdreht und dabei jedesmal die Interpretation von aufeinander folgenden und gleichzeitig klingenden Tönen gegeneinander austauscht. Eine Melodie entstehen zu lassen, ist entsprechend eine spannende Herausforderung an das logische Denken.
Bemerkenswert ist weiterhin ein Aspekt der Art und Weise, wie der VisualPlayer genutzt wird. Mit der Möglichkeit, das entstandene Muster auf dem Internet-Server zu speichern, so dass sich andere Benutzer die Grafiken ansehen und die zugehörigen Klangmuster anhören konnten (leider wird das Projekt in dieser Hinsicht nicht mehr unterstützt), lässt sich folgendes ableiten: Die abgelegten Kompositionsversuche zeigen meist graphisch inspirierte Kreationen – das visuelle Eingabeformat verleitet offenbar dazu, Muster (allein) mit dem Auge zu gestalten um dann zu hören, wie sich graphische Logik in klangliche Logik übersetzt. Daraus entstehen meist weniger strukturell interessante als vielmehr verblüffende Ergebnisse: Aus regelmäßigen grafischen Mustern werden in oft kakophonische Gewitter mit nur noch schwach erkennbaren Konturen übersetzt. Diese Beobachtung kann auf eine Vielzahl an Musikanwendungen mit ähnlicher Notationsweise übertragen werden (grid based sequencers).

weitere ähnliche Bsp.: