Archiv für Musikmachen

Musik in sozialen Netzwerken (Social Media Week Hamburg 2012)

Posted in Lehrveranstaltung with tags , , , , , , , , , , on 23 März, 2012 by Matthias Krebs

Es existieren Musikplattformen im Internet, die kreative Musikgestaltung im engeren Sinne zulassen. Das heißt, man kann heute über den Browser direkt Musik machen und dies häufig sogar gemeinsam tun. Beispiele sind das Notensatzprogramm >Noteflight< (www.noteflight.com) oder das einfache Soundtoy >iNudge< (www.inudge.net) oder das DJ-Programm >audiotool< (http://www.audiotool.com) und es gibt eine grosse Zahl mehr. Von besonderem Interesse sind solche Musikplattformen, die dadurch kennzeichnet sind, dass die Beziehungen innerhalb von Nutzergruppen hoechste Priorität haben.

* Was taugt das Internet zum Musik machen? Spielt jeder nur für sich allein am Bildschirm? Welche neuen Formen des Gemeinsamen entwickeln sich?
* Welche Medientrends können beobachtet werden, die durch die zunehmende Digitalisierung unseres Alltags an Bedeutung gewinnen?
* Wie gestalten sich aktuelle und zukünftige Musikpraktiken von Kindern und Jugendlichen mit diesem Medium?

Seaquence – Experimentelle Petrischale für Musik

Posted in Algorithmische Installationen, Hyperinstrumente with tags , , , , , , , , on 22 Oktober, 2010 by Matthias Krebs

Project by Ryan Alexander, Gabriel Dunne, and Daniel Massey. In collaboration with Gray Area Foundation for the Arts.

Link zum Video

„Seaquence ist eine experimentelle musikalische Petrischale, in die man Lebensformen reinwerfen kann, die dann zu Kompositionen werden. Das Ganze ist webbasiert, besonders gelungene Kreationen lassen sich auch sharen.“ – via: DeBug

Link: http://seaquence.org

Partituren im Netz

Posted in Netzfunde with tags , , , , on 4 Juni, 2010 by Matthias Krebs

Die Petrucci Music Library (www.imslp.org) bietet mehr als zehntausend Notenblätter und Partituren von Musikstücken als pdf-Datei zum Download. Sie sind kostenlos, da ihr Urheberschutz bereits abgelaufen ist oder deren Komponist sie unter der Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht hat.

Die Datenbasis lässt sich per Volltextsuche oder über Verzeichnisse erschließen, die nach Komponisten oder Epochen sortiert sind. Zu den meisten Partituren liefert die Datenbank Verweise zu Artikeln über den Komponisten oder das Werk. Wenn ein Stück nicht nur für einzelne Instrumente, sondern für ganze Orchester konzipiert ist, stehen neben der kompletten Partitur auch noch die Einzelstimmen für jedes Instrument zum Herunterladen bereit.

Musiklernen im Digitalen Klimawandel

Posted in Lehrveranstaltung with tags , , , , , , , , , , on 13 Mai, 2010 by Matthias Krebs

Blockseminar am 15. Mai von 13-16Uhr im Medienraum (Fasane) | Dozent: Matthias Krebs

Welche neuen Formen des Gemeinsamen entwickeln sich? Was taugt das Internet für das Musizieren und für das Musiklernen? Spielt jeder nur für sich allein am Bildschirm?

Wie gestalten sich aktuelle und zukünftige Musikpraktiken unserer Schülerinnen und Schüler?

Welche Medientrends können beobachtet werden, die durch die zunehmende Digitalisierung unseres Alltags an Bedeutung gewinnen? Wie verändert sich die Musikvermittlung?

Anhand praktischer Beispiele zum Musikmachen im Internet wird demonstriert, wie ohne besonderen Computer und komplizierte Musikprogramme Interesse am musikalischen Lernen und attraktive Zugänge zu künstlerischen Phänomenen geschaffen werden können. Am wertvollsten ist aber, dass Lernende in einer Gemeinschaft mit- und voneinander lernen – indem sie Musik kreativ gestalten. Die musikalische Idee entscheidet!

Die zunehmende Digitalisierung ist wie der Klimawandel: Nichts ist wirklich greifbar, nichts kann man anfassen, es ist nur ein kaum merkliches Ansteigen der Durchschnittstemperatur, und trotzdem hat es schwerwiegende Folgen für die Welt in der wir leben. – Für den Musikunterricht eine Chance!

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visuelles Browserinstrument

Posted in Algorithmische Installationen, Soundtoys with tags , , , , , , , , , on 1 April, 2010 by Matthias Krebs

Auf der Seite Visual Acoustics erzeugt man Musik, indem man mit unterschiedlichen Pinseln auf eine Leinwand malt. Unterschiedliche Pinsel entsprechen unterschiedlichen Instrumenten (Klavier, Flöte, Harfe, …), und die Position des Pinsels auf der Leinwand entspricht der Tonhöhe. Leider gibt es keine Möglichkeit, die komponierte Musik aufzunehmen, oder zu speichern.

Wer das Konzept, Musik zu malen, interessant findet, kann sich auch mal Muse anschauen. Dabei handelt es sich um eine Desktop-Anwendung, bei der man bunte Bilder auf eine Leinwand malt, die anschließend in Musik verwandelt werden. Bilder können gespeichert werden, so dass man sich die Kompositionen auch später noch einmal anhören kann. Die kostenlose Version von Muse ist im Vergleich zur kostenpflichtigen Vollversion auf 16 Instrumente beschränkt.

Eine schöne Spielerei – nicht mehr, nicht weniger…

via: stefan – tag4tag.wordpress.com

Noteflight – Notensatz im Internet

Posted in Audio-Live-Tools, Web2.0 with tags , , , , , , on 7 Dezember, 2009 by Matthias Krebs

Autor unbekannt | Technik: Flash, Java

Auf Noteflight kann man Partituren online erstellen und abspielen und sogar mit anderen gemeinsam bearbeiten. Auch wenn natürlich viele Funktion professioneller Notensatzprogramme hier noch nicht möglich sind. Dynamische Zeichen, Gitarrentabs und Liedtexte sind ohne weiteres möglich. Das Notensatzprogramm Noteflight bleibt dabei intuitiv zu handhaben. Fertige Kompositionen können ausgedruckt werden.
Weiterhin kann per HTML-Code (embed) die Stücke überall einbetten (Weblog, Lernplattform). Dies können die professionellen Notensatzprogramme bisher kaum bieten. Außerdem ist der Import und Export von midi und music-xml erwänenswert. Die Partituren lassen sich sogar als Musiktitel per wav auf die Musik-CD oder auf das Handy spielen.

Aviary Audio Editor – Myna

Posted in Audio-Live-Tools, Web2.0 with tags , , , , , on 7 Dezember, 2009 by Matthias Krebs

Autor unbekannt | Technik: Flash

Aviary.com bietet eine ganze Bandbreite browser-basierter Werkzeuge an. Sämtliche Werkzeuge von Aviary basieren 100% auf Flash. Während in der Vergangenheit einige Grafikprogramm für die Bildbearbeitung realisiert wurden, erscheint mit Myna ein erstes Musikprogramm. Mit Myna ermöglicht Aviary jetzt Musikproduktionen. In Form eines Online Multitrack Audio Editors können Nutzer Sequenzen schieben, schachteln, mit Effekten bearbeiten und sich mittels einer großen Bibliothek an vorgefertigten Loops, Hooks und Instrumenten bedienen. Auch das Einfügen eigner Aufnahmen ist möglich. Das ist mühselig, funktioniert aber einwandfrei. Die Qualität der enthaltenen Soundbibliothek richtet sich bisher eher an Musikproduzenten, die schnell zu einem Ergebnis kommen wollen. Interessanter wird es, wenn die Bibliothek um weitere Aufnahmen der Nutzergemeinschaft erweitert wird. Fertige Musikproduktionen können auf einer Profilseite veröffentlicht werden. Wird das Musikstück freigegeben, können andere Nutzer diese nocheinmal neu interpretieren und Varianten anbieten.

Selbstverständlich ersetzt Myna keinen Desktop-Audio-Editor. Dafür ruckelt die Soundausgabe zu sehr, während man neue Effekte auf Loops legt. Trotzdem gelingt es den Programmierern eine intuitiv aufgebaute Software zu präsentieren, in welcher viel Potential steckt.

Beatbox DJ Mixer

Posted in Audio-Live-Tools with tags , , , , , , , on 6 Dezember, 2009 by Matthias Krebs

Autoren: M/B Interactive | Technik: Flash

Der Beatbox DJ Mixer ist eine interaktive Musikkonsole mit der Musik aus einzelnen (Instrumenten-)Spuren zusammengemixt werden kann. Dazu wird aus einer Repertoire-Liste von etwa 20 Titel ein Set (8 Einzelspuren) ausgewählt, um dann Lautstärken und das Panorama der einzelnen Instrumente wie mit einem Mischpult (Mixer) variieren zu können. Ist man mit der Bedienung vertraut, kann man auch seine Kreation aufnehmen, wobei gleichzeitig die Zugriffe auf die Regler aufgezeichnet werden – man spielt also Live! Dabei entsteht nicht nur ein personalisierter Mix eines vorgegebenen Musikstückes, sondern kann ein eigenes kreatives Arrangement mit einzelnen Instrumenteneinsätzen für eine abgeschlossene Musikaufnahme gestaltet werden, die man abschließend per E-Mail zugesendet bekommt.

Interessanterweise ist der Beatbox DJ Mixer wohl nur eine Demoversion um Möglichkeiten für spezifische Marketing-Projekte vorzustellen und dieses Live-Mixing-Konzept lässt sich wirklich variiert in einigen Kampanien (z.B. Ford, Bacardi) wiedererkennen.

Mit dem Livebeat duo Mixer (an gleicher Stelle) könnte das interaktive Mischpult sogar zu zweit über das Internet bedient werden, doch reagierte der Server auf meine Anfragen nicht .

iNudge – Onlinesynthesizer für Nichtmusiker

Posted in Soundtoys, Web2.0 with tags , , , , , , , , on 20 Oktober, 2009 by Matthias Krebs

inudgeDas von Hobnox veröffentlichte virtuelle Instrument iNudge ist ein Synthesizer, den auch Nutzer ohne Musikkenntnisse spielen können. Ihre Kompositionen können sie gleich aus der Anwendung an Freunde verschicken. Außerdem haben sie die Möglichkeit, den Onlinesynthesizer in ihre Websites oder Blogs einzubinden.

Das Bedienfeld von iNudge besteht aus einer Matrix mit 16 x 16 Knöpfen, die der Nutzer per Mausklick aktiviert. Die Töne werden von links nach rechts stetig durchlaufend gespielt. Der Nutzer kann aus acht Klangfarben, darunter Bass und Schlagzeug, auswählen und so ein mehrstimmiges Stück komponieren.

Link: http://www.inudge.net

Nanoensemble

Posted in Algorithmische Installationen, Soundtoys with tags , , , , , , , , on 26 Januar, 2009 by Matthias Krebs

Autor: Antoine Schmitt | Technik: Shockwave

Die als autonome Installationen zu bezeichnenden Versuchsgruppen stellen geradezu einen Klassiker der Netzmusik dar. Sich elastisch bewegende Teilchen (Röhren, Quader) wurden von der Netzkünstlerin Antoine Schmitt mit Hilfe komplexer algorithmischer Programmierung zu einzelnen charakteristischen – in Anzahl und Anordnung unterschiedlichen – Objekten zusammengefügt. So entstehen abstrakte Formationen aus Ton, Bild und Algorithmen, die sich bei jeder Ausführung anders verhalten. Führt man die Maus über einzelne Elemente, so wird deren Bewegung gebremst und der Klang des Systems wird beeinflusst. Dennoch behalten die Installationen im Gegensatz zum Instrument ihren eigenständigen Charakter. Etwas Poetisch ausgedrückt: Eine autonome Existenz im Netz, die man sich kaum aneignen und nicht benutzen kann – man kann sie besuchen wie einen physischen Raum.