Archiv für Logik

Was sind Soundtoys?

Posted in Soundtoys with tags , , , , , , , on 6 Februar, 2009 by Matthias Krebs

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Soundtoys  sind musikalische Spielzeuge und werden am deutlichsten durch ihre spezifischen Ideen charakterisiert: sie sind atmosphärisch mystifizierte, spielerisch zu entdeckende virtuelle Räume. Nicht nur quantitativ sondern auch in Bezug auf ihre Bekanntheit führen Soundtoys den interaktiven Musikmarkt an. Diese Bekanntheit basiert unter anderem auf ihrer Interaktionsstruktur, die normalerweise auch Nutzer ohne besondere technische und musikalische Kenntnisse befriedigende Ergebnisse erzeugen lässt. Die Herstellung von Soundtoys fixiert sich auf Standard-Autoren-Software wie Flash. Daraus resultiert eine große Begrenztheit: Vernetzungskonzepte, für die sich das Internet anbietet, können musikalisch nicht einbezogen werden. Weitere Einschränkungen der Standardsoftware wirken sich u.a. in visueller Steuerung, in geringen Interaktionsmöglichkeiten und geringer Komplexität aus. Daher fesseln Soundtoys die Aufmerksamkeit meist nur eine kurze Zeit. Einige Beispiele bieten daher gleich mehrere Instanzen einer variierten Interaktionsidee in aufeinander folgenden Stufen an.

VisualPlayer

Posted in Soundtoys with tags , , , , , , , , on 30 Juli, 2008 by Matthias Krebs
Autor: Kenji Yasakas | Technik: Java

Umsetzung graphischer Logik in akustische Logik. Ein kontinuierlich laufender Cursor durchläuft ein Feld von 16×16 Kästchen. Interessant ist, dass der achtstufige Cursor sich nach jeweils 16 Schritten um 90Grad verdreht und dabei jedesmal die Interpretation von aufeinander folgenden und gleichzeitig klingenden Tönen gegeneinander austauscht. Eine Melodie entstehen zu lassen, ist entsprechend eine spannende Herausforderung an das logische Denken.
Bemerkenswert ist weiterhin ein Aspekt der Art und Weise, wie der VisualPlayer genutzt wird. Mit der Möglichkeit, das entstandene Muster auf dem Internet-Server zu speichern, so dass sich andere Benutzer die Grafiken ansehen und die zugehörigen Klangmuster anhören konnten (leider wird das Projekt in dieser Hinsicht nicht mehr unterstützt), lässt sich folgendes ableiten: Die abgelegten Kompositionsversuche zeigen meist graphisch inspirierte Kreationen – das visuelle Eingabeformat verleitet offenbar dazu, Muster (allein) mit dem Auge zu gestalten um dann zu hören, wie sich graphische Logik in klangliche Logik übersetzt. Daraus entstehen meist weniger strukturell interessante als vielmehr verblüffende Ergebnisse: Aus regelmäßigen grafischen Mustern werden in oft kakophonische Gewitter mit nur noch schwach erkennbaren Konturen übersetzt. Diese Beobachtung kann auf eine Vielzahl an Musikanwendungen mit ähnlicher Notationsweise übertragen werden (grid based sequencers).

weitere ähnliche Bsp.: