Noteflight – Notensatz im Internet

Posted in Audio-Live-Tools, Web2.0 with tags , , , , , , on 7 Dezember, 2009 by Matthias Krebs

Autor unbekannt | Technik: Flash, Java

Auf Noteflight kann man Partituren online erstellen und abspielen und sogar mit anderen gemeinsam bearbeiten. Auch wenn natürlich viele Funktion professioneller Notensatzprogramme hier noch nicht möglich sind. Dynamische Zeichen, Gitarrentabs und Liedtexte sind ohne weiteres möglich. Das Notensatzprogramm Noteflight bleibt dabei intuitiv zu handhaben. Fertige Kompositionen können ausgedruckt werden.
Weiterhin kann per HTML-Code (embed) die Stücke überall einbetten (Weblog, Lernplattform). Dies können die professionellen Notensatzprogramme bisher kaum bieten. Außerdem ist der Import und Export von midi und music-xml erwänenswert. Die Partituren lassen sich sogar als Musiktitel per wav auf die Musik-CD oder auf das Handy spielen.

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Aviary Audio Editor – Myna

Posted in Audio-Live-Tools, Web2.0 with tags , , , , , on 7 Dezember, 2009 by Matthias Krebs

Autor unbekannt | Technik: Flash

Aviary.com bietet eine ganze Bandbreite browser-basierter Werkzeuge an. Sämtliche Werkzeuge von Aviary basieren 100% auf Flash. Während in der Vergangenheit einige Grafikprogramm für die Bildbearbeitung realisiert wurden, erscheint mit Myna ein erstes Musikprogramm. Mit Myna ermöglicht Aviary jetzt Musikproduktionen. In Form eines Online Multitrack Audio Editors können Nutzer Sequenzen schieben, schachteln, mit Effekten bearbeiten und sich mittels einer großen Bibliothek an vorgefertigten Loops, Hooks und Instrumenten bedienen. Auch das Einfügen eigner Aufnahmen ist möglich. Das ist mühselig, funktioniert aber einwandfrei. Die Qualität der enthaltenen Soundbibliothek richtet sich bisher eher an Musikproduzenten, die schnell zu einem Ergebnis kommen wollen. Interessanter wird es, wenn die Bibliothek um weitere Aufnahmen der Nutzergemeinschaft erweitert wird. Fertige Musikproduktionen können auf einer Profilseite veröffentlicht werden. Wird das Musikstück freigegeben, können andere Nutzer diese nocheinmal neu interpretieren und Varianten anbieten.

Selbstverständlich ersetzt Myna keinen Desktop-Audio-Editor. Dafür ruckelt die Soundausgabe zu sehr, während man neue Effekte auf Loops legt. Trotzdem gelingt es den Programmierern eine intuitiv aufgebaute Software zu präsentieren, in welcher viel Potential steckt.

Beatbox DJ Mixer

Posted in Audio-Live-Tools with tags , , , , , , , on 6 Dezember, 2009 by Matthias Krebs

Autoren: M/B Interactive | Technik: Flash

Der Beatbox DJ Mixer ist eine interaktive Musikkonsole mit der Musik aus einzelnen (Instrumenten-)Spuren zusammengemixt werden kann. Dazu wird aus einer Repertoire-Liste von etwa 20 Titel ein Set (8 Einzelspuren) ausgewählt, um dann Lautstärken und das Panorama der einzelnen Instrumente wie mit einem Mischpult (Mixer) variieren zu können. Ist man mit der Bedienung vertraut, kann man auch seine Kreation aufnehmen, wobei gleichzeitig die Zugriffe auf die Regler aufgezeichnet werden – man spielt also Live! Dabei entsteht nicht nur ein personalisierter Mix eines vorgegebenen Musikstückes, sondern kann ein eigenes kreatives Arrangement mit einzelnen Instrumenteneinsätzen für eine abgeschlossene Musikaufnahme gestaltet werden, die man abschließend per E-Mail zugesendet bekommt.

Interessanterweise ist der Beatbox DJ Mixer wohl nur eine Demoversion um Möglichkeiten für spezifische Marketing-Projekte vorzustellen und dieses Live-Mixing-Konzept lässt sich wirklich variiert in einigen Kampanien (z.B. Ford, Bacardi) wiedererkennen.

Mit dem Livebeat duo Mixer (an gleicher Stelle) könnte das interaktive Mischpult sogar zu zweit über das Internet bedient werden, doch reagierte der Server auf meine Anfragen nicht .

iNudge – Onlinesynthesizer für Nichtmusiker

Posted in Soundtoys, Web2.0 with tags , , , , , , , , on 20 Oktober, 2009 by Matthias Krebs

inudgeDas von Hobnox veröffentlichte virtuelle Instrument iNudge ist ein Synthesizer, den auch Nutzer ohne Musikkenntnisse spielen können. Ihre Kompositionen können sie gleich aus der Anwendung an Freunde verschicken. Außerdem haben sie die Möglichkeit, den Onlinesynthesizer in ihre Websites oder Blogs einzubinden.

Das Bedienfeld von iNudge besteht aus einer Matrix mit 16 x 16 Knöpfen, die der Nutzer per Mausklick aktiviert. Die Töne werden von links nach rechts stetig durchlaufend gespielt. Der Nutzer kann aus acht Klangfarben, darunter Bass und Schlagzeug, auswählen und so ein mehrstimmiges Stück komponieren.

Link: http://www.inudge.net

Was sind Soundtoys?

Posted in Soundtoys with tags , , , , , , , on 6 Februar, 2009 by Matthias Krebs

Soundtoys3Soundtoys2 Soundtoys1

Soundtoys  sind musikalische Spielzeuge und werden am deutlichsten durch ihre spezifischen Ideen charakterisiert: sie sind atmosphärisch mystifizierte, spielerisch zu entdeckende virtuelle Räume. Nicht nur quantitativ sondern auch in Bezug auf ihre Bekanntheit führen Soundtoys den interaktiven Musikmarkt an. Diese Bekanntheit basiert unter anderem auf ihrer Interaktionsstruktur, die normalerweise auch Nutzer ohne besondere technische und musikalische Kenntnisse befriedigende Ergebnisse erzeugen lässt. Die Herstellung von Soundtoys fixiert sich auf Standard-Autoren-Software wie Flash. Daraus resultiert eine große Begrenztheit: Vernetzungskonzepte, für die sich das Internet anbietet, können musikalisch nicht einbezogen werden. Weitere Einschränkungen der Standardsoftware wirken sich u.a. in visueller Steuerung, in geringen Interaktionsmöglichkeiten und geringer Komplexität aus. Daher fesseln Soundtoys die Aufmerksamkeit meist nur eine kurze Zeit. Einige Beispiele bieten daher gleich mehrere Instanzen einer variierten Interaktionsidee in aufeinander folgenden Stufen an.

Nanoensemble

Posted in Algorithmische Installationen, Soundtoys with tags , , , , , , , , on 26 Januar, 2009 by Matthias Krebs

Autor: Antoine Schmitt | Technik: Shockwave

Die als autonome Installationen zu bezeichnenden Versuchsgruppen stellen geradezu einen Klassiker der Netzmusik dar. Sich elastisch bewegende Teilchen (Röhren, Quader) wurden von der Netzkünstlerin Antoine Schmitt mit Hilfe komplexer algorithmischer Programmierung zu einzelnen charakteristischen – in Anzahl und Anordnung unterschiedlichen – Objekten zusammengefügt. So entstehen abstrakte Formationen aus Ton, Bild und Algorithmen, die sich bei jeder Ausführung anders verhalten. Führt man die Maus über einzelne Elemente, so wird deren Bewegung gebremst und der Klang des Systems wird beeinflusst. Dennoch behalten die Installationen im Gegensatz zum Instrument ihren eigenständigen Charakter. Etwas Poetisch ausgedrückt: Eine autonome Existenz im Netz, die man sich kaum aneignen und nicht benutzen kann – man kann sie besuchen wie einen physischen Raum.

Bits & Pieces

Posted in Algorithmische Installationen with tags , , , , on 25 Januar, 2009 by Matthias Krebs

Autor: Peter Traub | Technik: MP3-Stream

Bits & Pieces von Peter Traub ist eine kontinuierliche, unendliche Komposition, die ihr Klangmaterial aus dem Internet bezieht: Jeden Morgen sucht ein spezieller Suchprozess nach Audiodateien und lädt 25 Funde herunter.

bits-pieces

Verschiedene Klangverarbeitungsprozesse, die über die Zeit modular ausgetauscht werden, produzieren in den nächsten 24Stunden aus den Suchergebnissen des Tages alle 15 Minuten eine neue kurze Audiocollage. Die jeweils letzten zehn Versionen können mit einem mp3-Player angehört werden.

Bits & Pieces verbindet eine Alltags-Routine des Netzes, nämlich das automatische Erfassen von Datenbeständen durch Suchmaschinen, mit der Tradition der algorithmischen Komposition. Suchmaschinen stellen besonders komplexe Algorithmen dar. Sie bringen nach Regeln, die vom Nutzer undurchschaubar sind, scheinbar personifizierte Ergebnisse zutage. Dieser Anschein von Persönlichkeit des Software-Prozesses, der sich beim Umgang mit vielen Computerprogrammen erfahren lässt, wird als Besonderheit des Mediums empfunden und macht einen Teil seines Mythos´ aus. Hier wird er musikalisch zum Ausdruck gebracht und hinterfragt. In den Collagen der akustischen Fundstücke werden Formen von Privatheit, Kultur und Kommerz zu einer ‚Charakterstudie‘ des Internets verbunden.