Archive for the Algorithmische Installationen Category

Seaquence – Experimentelle Petrischale für Musik

Posted in Algorithmische Installationen, Hyperinstrumente with tags , , , , , , , , on 22 Oktober, 2010 by Matthias Krebs

Project by Ryan Alexander, Gabriel Dunne, and Daniel Massey. In collaboration with Gray Area Foundation for the Arts.

Link zum Video

„Seaquence ist eine experimentelle musikalische Petrischale, in die man Lebensformen reinwerfen kann, die dann zu Kompositionen werden. Das Ganze ist webbasiert, besonders gelungene Kreationen lassen sich auch sharen.“ – via: DeBug

Link: http://seaquence.org

visuelles Browserinstrument

Posted in Algorithmische Installationen, Soundtoys with tags , , , , , , , , , on 1 April, 2010 by Matthias Krebs

Auf der Seite Visual Acoustics erzeugt man Musik, indem man mit unterschiedlichen Pinseln auf eine Leinwand malt. Unterschiedliche Pinsel entsprechen unterschiedlichen Instrumenten (Klavier, Flöte, Harfe, …), und die Position des Pinsels auf der Leinwand entspricht der Tonhöhe. Leider gibt es keine Möglichkeit, die komponierte Musik aufzunehmen, oder zu speichern.

Wer das Konzept, Musik zu malen, interessant findet, kann sich auch mal Muse anschauen. Dabei handelt es sich um eine Desktop-Anwendung, bei der man bunte Bilder auf eine Leinwand malt, die anschließend in Musik verwandelt werden. Bilder können gespeichert werden, so dass man sich die Kompositionen auch später noch einmal anhören kann. Die kostenlose Version von Muse ist im Vergleich zur kostenpflichtigen Vollversion auf 16 Instrumente beschränkt.

Eine schöne Spielerei – nicht mehr, nicht weniger…

via: stefan – tag4tag.wordpress.com

Nanoensemble

Posted in Algorithmische Installationen, Soundtoys with tags , , , , , , , , on 26 Januar, 2009 by Matthias Krebs

Autor: Antoine Schmitt | Technik: Shockwave

Die als autonome Installationen zu bezeichnenden Versuchsgruppen stellen geradezu einen Klassiker der Netzmusik dar. Sich elastisch bewegende Teilchen (Röhren, Quader) wurden von der Netzkünstlerin Antoine Schmitt mit Hilfe komplexer algorithmischer Programmierung zu einzelnen charakteristischen – in Anzahl und Anordnung unterschiedlichen – Objekten zusammengefügt. So entstehen abstrakte Formationen aus Ton, Bild und Algorithmen, die sich bei jeder Ausführung anders verhalten. Führt man die Maus über einzelne Elemente, so wird deren Bewegung gebremst und der Klang des Systems wird beeinflusst. Dennoch behalten die Installationen im Gegensatz zum Instrument ihren eigenständigen Charakter. Etwas Poetisch ausgedrückt: Eine autonome Existenz im Netz, die man sich kaum aneignen und nicht benutzen kann – man kann sie besuchen wie einen physischen Raum.

Bits & Pieces

Posted in Algorithmische Installationen with tags , , , , on 25 Januar, 2009 by Matthias Krebs

Autor: Peter Traub | Technik: MP3-Stream

Bits & Pieces von Peter Traub ist eine kontinuierliche, unendliche Komposition, die ihr Klangmaterial aus dem Internet bezieht: Jeden Morgen sucht ein spezieller Suchprozess nach Audiodateien und lädt 25 Funde herunter.

bits-pieces

Verschiedene Klangverarbeitungsprozesse, die über die Zeit modular ausgetauscht werden, produzieren in den nächsten 24Stunden aus den Suchergebnissen des Tages alle 15 Minuten eine neue kurze Audiocollage. Die jeweils letzten zehn Versionen können mit einem mp3-Player angehört werden.

Bits & Pieces verbindet eine Alltags-Routine des Netzes, nämlich das automatische Erfassen von Datenbeständen durch Suchmaschinen, mit der Tradition der algorithmischen Komposition. Suchmaschinen stellen besonders komplexe Algorithmen dar. Sie bringen nach Regeln, die vom Nutzer undurchschaubar sind, scheinbar personifizierte Ergebnisse zutage. Dieser Anschein von Persönlichkeit des Software-Prozesses, der sich beim Umgang mit vielen Computerprogrammen erfahren lässt, wird als Besonderheit des Mediums empfunden und macht einen Teil seines Mythos´ aus. Hier wird er musikalisch zum Ausdruck gebracht und hinterfragt. In den Collagen der akustischen Fundstücke werden Formen von Privatheit, Kultur und Kommerz zu einer ‚Charakterstudie‘ des Internets verbunden.